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Samstag, 19.05.2012
Aktuell   Haus & Grund Report  
HUG Report 2/2011

In dieser Ausgabe

  • Rundfunkfinanzierung   
    Neue Abgabe, neue Einzugsmethoden   


  • Mietwohnungsmarkt    Wohnnebenkosten als Preistreiber
  
  • Trinkwasserqualität   
    Neue Pflichten durch die Hintertür  
 
  • Dämmpflicht   
    Späte Entwarnung
  
  • Energetische Modernisierung   
    KfW-Förderung geht deutlich zurück

     

Die aktuelle Ausgabe

Haus & Grund Report –

Ausgabe 2|2011 als PDF

 

Kostenfreier Download

Rundfunkfinanzierung

Neue Abgabe, neue Einzugsmethoden

Vor knapp einem Jahr haben sich die Ministerpräsidenten der Länder auf eine neue Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks geeinigt. Die Rundfunkgebühren für Fernsehen, Radio, internetfähige Computer und Mobiltelefone sollen ab 2013 durch eine allgemeine Haushaltsabgabe ersetzt werden. Erklärtes Ziel der Reform ist der Abbau von Bürokratie. Tatsächlich werden Vermieter und Verwalter von Wohnungseigentum zu unfreiwilligen Helfern beim neuen Rundfunkbeitrag ... weiter im Report
Auszüge aus dem Report
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Mietwohnungsmarkt Deutschland:

Wohnnebenkosten als Preistreiber

Die Mieten steigen im bundes­weiten Durch­schnitt zwar weiter­hin. Die Situa­tion in den regio­na­len Teil­märk­ten ist dabei jedoch sehr unter­schied­lich. Das ergibt das Miet­preis­ranking des Bera­tungs­insti­tuts empirica für das zweite ... weiter im Report  
 

Bessere Trinkwasserqualität:

Neue Pflichten durch die Hintertür

Am 1. November 2011 trat die novel­lierte Trink­wasser­verord­nung in Kraft. In ihr werden ver­mie­tende Gebäude­eigen­tümer erst­malig ver­pflich­tet, ihre zen­tra­len Warm­wasser­berei­tungs­anlagen den Gesund­heits­ämtern ... weiter im Report  

     
Dämmpflicht:

Späte Entwarnung

In diesem Jahr sorgt eine Regelung der Energie­einspar­verord­nung (EnEV) 2009 für Verwir­rung unter vielen Haus­eigen­tümern: § 10 Absatz 3 und 4. Danach sind Eigen­tümer ver­pflich­tet, bis zum 31. Dezem­ber 2011 begeh­bare, bis­her unge­dämmte obere Geschoss­decken ... weiter im Report
  Energetische Modernisierung von Wohngebäuden:

KfW-Förderung geht deutlich zurück

Die Geschäfts- und Förder­zahlen der Kredit­anstalt für Wieder­aufbau (KfW) für das erste Halb­jahr 2011 weisen einen starken Rück­gang der aus­ge­reich­ten Förder­mittel im Programm 151 „Energieeffizient sanieren“ ... weiter im Report

 

Auf ein Wort

Was du nicht willst, dass man dir tu’ ...

Energiekommissar Oettinger hat im Juni 2011 den Entwurf der Energieeffizienzrichtlinie der Europäischen Kommission veröffentlicht. Der Entwurf sieht vor, dass jährlich drei Prozent der Gesamtfläche öffentlicher Gebäude energetisch modernisiert werden müssen. Nun hat der Bundesrat eine kritische Stellungnahme zu diesem Ansinnen vorgelegt. Die Länder greifen zu Argumenten, die uns irgendwie bekannt vorkommen.

StueckeDie vorgeschlagenen Maßnahmen erfordern nach Ansicht der Länder Milliardeninvestitionen, ohne dass erkennbar sei, wie diese finanziert werden sollen. Bei neuen Vorgaben zu Energieeinsparungen müssten in erster Linie das Gebot der Wirtschaftlichkeit und die Kosteneffizienz der geforderten Maßnahmen berücksichtigt werden. Die geforderten Investitionen dürften nicht zu unvertretbaren Kostenbelastungen führen. Eine Pflicht zur (neuerlichen) Sanierung führe zu ökonomisch und ökologisch fragwürdigen Zwangssanierungen. Die Verpflichtung der Mitgliedsstaaten, ab 2014 jährlich drei Prozent öffentlicher Gebäudeflächen zu modernisieren, sei nicht erfüllbar.

Nicht wenige Länder, die sich hier über die energetische Knebelung des öffentlichen Gebäudesektors beklagen, kennen keine Verwandten bei der Formulierung möglichst harter Klimaschutzvorschriften für den privaten Gebäudebestand. Immerhin, das nehmen wir mit Befriedigung zur Kenntnis, schreiben die Lobbyisten der öffentlichen Hand ihre Argumente vollständig bei den privaten Hauseigentümern ab. Uns fällt noch die goldene Regel ein, die vielleicht nicht nur im Privaten, sondern auch in der Politik weiterhilft: Was du nicht willst, dass man dir tu‘… Den Reim kennt auch der Bundesrat.

Andreas Stücke